The Amber Unit

Das ist bis jetzt ein halbes Leben Musik

Die fünf Musiker von The Amber Unit sind zwar keine Familie, aber es fliesst doch dasselbe Blut in ihren Adern und sie malen damit dieselben Bilder. Wer in der Schweiz die letzten 20 Jahren Musik gehört hat, der kennt die ebenso durchdachte wie emotionale Musik von The Amber Unit: Gitarrenklänge jeder Couleur, volltönendes und ausgeklügeltes Rhythmusfundament, durchwoben von Violine und elektronischen Klängen und über allem die einzigartige Stimme von Vic. In jeder Lage und allen Graden von Wohlklang und Brüchigkeit lässt er Bilder in unseren Köpfen aufflackern, die wir als unsere eigenen Erinnerungen wiedererkennen.

 

Dabei stehen sie liebevoll und spöttisch ihrer eigenen Geschichte als Speerspitze des Basler Indie-Rock-Sounds gegenüber, zitieren Töne aus ihrer Vergangenheit und erkunden dann musikalische Welten weit vor ihrer Zeit. Sind sie irgendwo falsch abgebogen? Ihr Weg führte sie z.B. ans Eurockéennes, Gampel, Rock aux Arènes, Stimmen und M4Music. Sie waren Support für Kashmir, Stereophonics, Slut, Rufus Wainwright und viele weitere. Spätestens mit dem von Kritikern geliebten und von Radios gerne gespielten Album „While You Started a Revolution – We Started Love“ (2011) hatten sie sich vom Mainstream verabschiedet und bewegten sich so „independent“ zwischen den Stilrichtungen, dass das Album wie eine Greatest Hits-Compilation klang. Sechs Jahre sind vergangen und 2018 folgt das neue Album „Fear No Giants“. Wer die Band und ihre Musik kennenlernt weiss es: weder wird es mehr vom gleichen geben noch ist etwas “trendiges” zu erwarten.

 

Sie sind aus dem Dunst der Jugend herausgetreten und sehen von weitem, wie der Frühling sein Licht verströmte. Mit minimalen Besetzungswechseln, fruchtbaren Side-Projects und anderen Bands (Pirates from Mars, Vic Hofstetter Solo, Ifoterius, Mistral, Brandhärd, Karin Portmann, The Kitchenettes) sind Jahre vergangen. The Amber Unit, das war bis jetzt ein halbes Leben Musik. Gemeint ist nicht die lange Reihe von Konzerten und Releases. Sondern vielmehr der Soundtrack des Lebens voller Liebe und Leid, Karrieren und Kindern. Wild und verträumt waren sie früher, heute berichten sie von aufgeschobener Liebe und blutenden Lippen, machen Mut, die falschen Prediger hinter sich zu lassen und erinnern uns, dass es die kleinen Dinge sind, die uns töten. Was man nach einem halben Leben Musik weitergeben kann, das verpacken sie instinktiv in ihren Liedern. Sie bieten keine Weisheiten und wissen nicht wie das Wetter morgen wird, sondern fahren, bis der Highway endet und ihre Schüsse in den Himmel beantwortet werden. Friedlich kommen sie wohl nicht an – viel zu gerne lassen sie die Bestie in ihrer Musik ausbrechen. 

Line up

Vic Hofstetter: Gesang und Gitarre

Stevie Fiedler: Gitarre und Keys

Yves Neuhaus: Gitarre, Violine und Keys

Christoph Meneghetti: Bass und Gitarre

Emanuel Speiser: Schlagzeug

Diskographie

Bent: … Missing (2000)

Whysome: Not Even Close To What It Was Meant To Be (2002)

Whysome: Of The Need to Wait (2005)

Whysome: Closer Now (2007)

The Amber Unit: While You Started a Revolution – We Started Love (2011)

The Amber Unit: Mary (2013)

The Amber Unit: Fear no Giant (2018)

Stimmen

The Amber Unit gelingt es, die eigenen Grenzen neu auszuloten – Dänu Siegrist

Bei der Stimme stelle ich mir vor.. ich würde diesen Song gerne in der Badewanne hören – Mona Vetsch

Breathing Ashes ist „the one and only“ Rock Song aus Basel – Christoph Simon

Eine Basler Grösse – BScene Festival 2018

Immer noch schlecht rasiert – Philipp Thüring